Jugendliche aus der Goldstadt sprechen mit einem Pforzheimer Taizé-Bruder
Quelle: Philipp Leichter
Zu einem unvergessenen Erlebnis wurde jüngst für die Pforzheimer Taizé-Gruppe der Katholischen Kirchengemeinde Herz Jesu Pforzheim die Begegnung mit Bruder Michael (Foto: ganz rechts), welcher erst jüngst als neuer Bruder in die Communauté von Taizé aufgenommen wurde. Er stammt aus Pforzheim und hatte vor seiner Aufnahme in die Gemeinschaft ein weltliches Studium absolviert, bis er als Freiwilliger längere Zeit in Taizé war und sich dann dazu entschied, der Gemeinschaft beizutreten.
Er hatte sich für die Gruppe aus Pforzheim Zeit genommen und sie bei Tee und Kuchen zum Gespräch getroffen. „Das war eine schöne Geste, da neue Brüder in ihrem ersten Jahr normalerweise keine Gruppen zum Gespräch empfangen“, betont Philipp Leichter, Jugendreferent der Katholischen Kirchengemeinde Herz Jesu Pforzheim. Die Teilnehmenden konnten ihn mit Fragen zu allem Löchern und haben die Gelegenheit dazu auch kräftig genutzt: Auf Fragen zum bisherigen Leben von Bruder Michael bis zu allgemeinen Fragen zum Leben in Taizé gab der Bruder aus Pforzheim viele Antworten und Einblicke. „Wir haben uns sehr über dieses besondere Treffen und den Austausch mit Bruder Michael gefreut“, so Philipp Leichter.
Die Communauté de Taizé, ein bekannter internationaler, ökumenischer Männerorden, befindet sich im französischen Burgund. Er wurde 1940 von Frère Roger gegründet. Die Gemeinschaft zählt heute rund 100 katholische und protestantische Brüder und ist vor allem für ihre riesigen internationalen Jugendtreffen sowie ihre ruhigen, mehrstimmigen Gesänge bekannt.
Frère Roger (Roger Schutz), der Grüner der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé wurde im August 2005 während einer Abendandacht in Taizé von einer geistig verwirrten Frau mit einem Messer attackiert. Trotz schneller Erster Hilfe erlag Bruder Roger 15 Minuten nach dem Messerangriff seinen schweren Verletzungen. Doch sein Lebenswerk besteht weiter und zieht vor allem viele Jugendliche in den Bann.